Frauen in der europäischen Politik
In den letzten Jahren erhielten Frauen in Entscheidungspositionen Europas mehr und mehr Zuwachs. Doch Berichte, beispielsweise von der Europäischen Komission zeigen, dass Frauen in Regierungen, Ministerien, Parlamenten und auch privat doch eher den Männern die Vormachtstellung überlassen haben. Ob gewollt oder ungewollt sei dahingestellt. Die Förderung der Gleichstellung beider Geschlechter in politisch aktiven Position zeichnet sich als eines der Ziele der Europäischen Union aus.
Denn auch wenn das Thema Gleichberechtigung immer wieder präsent ist, soll das Bewusstsein für die Ungleichbehandlung beider Geschlechter zum Nachteil der Frau, in den Köpfen weiter gestärkt werden. Tatsächlich aber ist ein starker Anstieg von Frauen in politischen Ämtern zu verzeichnen. Ein allseits bekanntes Beispiel ist die deutsche Bundeskanzlerin. Aber auch Ministerpositionen werden von Frauen ausgeführt, zum Beispiel Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Ilse Aigner, die als amtierende Agrarministerin fungiert und nicht zuletzt Ursula von der Leyen als Familienministerin. A
llerdings ist nicht nur Deutschland ein Staat von mächtigen Frauen in der Politik. Auch Finnland setzt ein Zeichen in Richtung Gleichberechtigung. 2010 übernahm Mari Kiviniemi das Amt der finnischen Ministerpräsidentin. Roselyne Bachelot amtiert als Ministerin für Jugend, Gesundheit und Sport in Frankreich. Viviane Reding, aus Luxemburg stammend, bekleidet mittlerweile das Amt als EU-Kommissarin und trägt dort zum politischen Wandel Europas bei. Doch dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass die Vormachtstellung der Frau in der Politik zu einem immer aktuelleren Thema wird. Es bleibt abzuwarten, ob bald ein Gleichgewicht beider Geschlechter in den Regierungen der einzelnen Staaten zu verzeichnen ist. Der Trend jedenfalls bestätigt dies.